Xenonlicht:

Die Haarentfernung mit Laser wird schon seit vielen Jahren, meist von Dermatologen durchgeführt. Im Jahr 1994 erlangte ein alternatives Verfahren mit Xenonlicht Serienreife und hat unter dem Begriff IPL (intensives, pulsierendes Licht) große Bekanntheit erreicht.

Bei dem IPL Verfahren wird durch die Blitzlampe Lichtenergie auf die zu behandelnden Hautareale aufgebracht. Diese Lichtenergie wird durch das im Haar befindliche Melanin aufgenommen und in Wärmeenergie umgewandelt. Die dabei entstehende Temperatur wird am Haar entlang bis an die Wurzel geleitet und sorgt dafür, dass die Haarwurzel verödet wird und das Haar in der Folge von der Haut ausgestossen wird. Da man erst den Umweg über die Temperatur gehen muss und das Haar erst anschließend durch die Haut ausgeworfen wird, dauert es nach der Behandlung immer zwischen 10 und 20 Tagen, bis das Ergebnis für den Kunden sichtbar wird. Nach dieser Zeit fallen i.d.R. alle Haare aus und man hat eine verhältnismäßig lange haarfreie Phase. Die Dauer dieser haarfreien Phasen ist individuell verschieden und hängt von vielen Faktoren ab, wie z.B. der Körperregion, der Haar- und Hautfarbe und der Impulsstärke, mit der behandelt wird.

Haare, die sich zum Zeitpunkt der Behandlung nicht in der richtigen Wachstumsphase befunden haben, wachsen nach Ablauf eines Wachstumszyklus wieder nach und werden später, bei folgenden Terminen behandelt.

Dieses Verfahren ist sehr einfach, schnell und risikoarm. Einfach und schnell, da man mit der Lampe in verhältnismäßig kurzer Zeit auch große Areale behandeln kann, unabhängig von der Anzahl der vorhandenen Haare. Risikoarm, da moderne Geräte über eine separate Kühlung der Lampe verfügen und gleichzeitig eine dünne Schicht Ultraschallgel auf die Haut aufgetragen wird, die die Hautoberfläche zusätzlich vor möglichen Verbrennungen schützt.

Wichtige Voraussetzung ist hier natürlich, dass Melanin, also dunkles Pigment im Haar vorhanden ist, denn sonst kann die erforderliche Temperatur im Haar nicht erreicht werden. Je heller das Haar ist, desto schwieriger wird es, erfolgreich mit IPL zu behandeln. Blondes, rotes oder graues Haar läßt sich mit dieser Methode gar nicht behandeln. Auch ist die Hautfarbe von großer Bedeutung. Dunkle Haut enthält ebenso Melanin, das durch die Lampe erhitzt wird, so dass das Verbrennungsrisiko steigt. Daher sollte unbedingt jegliche Sonneneinstrahlung vermieden werden und auch aufs Solarium oder den Selbstbräuner sollte verzichtet werden.
 

Keine Garantie:

Da dieses Verfahren schon seit über 20 Jahren auf dem Markt ist, sind inzwischen entsprechende Langzeitstudien darüber vorhanden. Sie besagen, dass dieses Verfahren, genau wie der Laser, nicht den medizinischen Standards entspricht und man muss daher auf Einschränkungen hinweisen. In der Haut befinden sich haarbildende Zellen, die farblos sind und daher auf eine IPL Behandlung gar nicht ansprechen. Diese Zellen bleiben also aktiv und können nach einer erfolgten und beendeten IPL Behandlung jederzeit wieder Haare in der Haut bilden. Dass muss nicht der Fall sein, es ist aber niemals auszuschließen. Auch bezüglich der Zeit, in der sich wieder Haare bilden können, lassen sich keine verlässlichen Aussagen treffen. Es kann viele Jahre dauern, bis wieder Haarwachstum einsetzt, es kann aber auch schon nach sechs bis zwölf Monaten der Fall sein. Dies sollte man immer im Voraus wissen, um sich auf das zu erwartende Ergebnis einstellen zu können. Wer hohe Erwartungen an die Haarentfernung stellt, der sollte lieber sich lieber für die Elektroepilation entscheiden. Ist man aber zufrieden damit, störende dunkle Haare möglicherweise auf Dauer regelmäßig ein- oder zweimal im Jahr mit IPL nachzubehandeln, der wird mit diesem Verfahren relativ einfach schnelle Ergebnisse erzielen.